Hexenlichttal

Im Jahr -3116 AR löste hier ein Häuptling versehentlich eine mächtige Waffe aus, als er die Ruinen eines Raumschiffs untersuchte. Das Herumbasteln verursachte eine Explosion, die nicht nur ihn, sondern seinen gesamten Stamm und einen Großteil der umgebenden Region auslöschte. Der Krater der Explosion existiert bis heute, ebenso wie die Gift in der Erde und der Luft. Heute ist der Ort dieser uralten Katastrophe als Hexenlichttal bekannt. Das Herz dieses Tals ist ein verwitterter Krater in dem keine einzige Pflanze existiert. Nachts wird der Krater durch einen sanft leuchtenden Nebel erleuchtet, der seltsame Projektionen auf die Steine und den Dreck des Tals wirft. Der gesamte Ort ist leicht radioaktiv verseucht, auch wenn es hin und wieder Stellen mit starker Kontaminierung gibt. Durch die lange Konfrontation mit dieser Hintergrundstrahlung sind die Kreaturen, die hier leben, noch öfter das Opfer von Mutationen, als in anderen Bereichen der Todestäler.

Verstörender noch als der radioaktive Nebel und die mutierten Kreaturen ist die schreckliche Präsenz, welche nachts durch das Tal wandert. Die fast unsichtbare Gestalt ist die einer riesigen Bestie, erfüllt von Zwielicht. Was sich aber genau hinter diesem Schrecken verbirgt ist immer noch ein Mysterium, auch nach mehreren Versuchen die Silhouette zu erforschen. Mit einer untrüglichen Zielsicherheit jagt diese stille Gestalt alles, was in ihre Domäne eindringt, egal welche Vorkehrungen getroffen werden, um ihre Aufmerksamkeit zu vermeiden. Die Entität kann nicht durch Magie aufgespürt werden und wiedersetzt sich Zaubern, die Unsichtbarkeit aufheben. In der Dunkelheit der Nacht ist die Kreatur nicht schwer zu sehen, aber sie in der Dämmerung zu verfolgen erweist sich als deutlich schwieriger; trotz der tiefen Spuren, die Geräuschlos in dem gezeichneten Boden erscheinen. Wenn die Entität enttarnt wird oder mit Licht, Feuer oder Elektrizität angegriffen wird, antwortet sie mit Strahlen aus purer Energie. Die wenigen Berichte über die Entität kommen von Reisenden, die ihre Gefährten zum Sterben in den Klauen und Zähnen dieses Phantoms zurückgelassen haben. In Numeria wird der Spruch „Jemand, der das Hexenlicht gesehen hat“ mit verräterischen Feiglingen assoziiert.

Im Lauf der Jahrhunderte haben Druiden die bekannten Grenzen dieses Gebietes mit rechteckigen Menhiren gekennzeichnet, auf denen deutliche Warnrunen eingelassen sind. Diese Menhire sind oft mit den stärksten Schutzzaubern versehen, welche die Druiden wirken können, um die Bestien im Inneren und die Neugierigen draußen zu halten. Im Lauf der Zeit jedoch, haben sich diese Grenzen verschoben und alte Steine können weit innerhalb oder außerhalb der aktuellen Grenzen des Tales gefunden werden, was darauf hindeutet, dass intelligentere Bewohner des Hexenlichttales sich über den Zweck der Steine im klaren sind und, was viel bedeutender ist, mit ihnen nicht einverstanden sind.

Hexenlichttal

Eiserne Götter Hunter9000